Wie in fast ganz Lateinamerika außer in Brasilien wird auch in der Dominikanischen Republik Spanisch (castellano - wegen der Herkunft Kastiliens) gesprochen. Auch wenn indianische Sprachen nicht mehr existieren, konnten sich einzelne Fragmente erhalten.
Insbesondere im täglichen Sprachgebrauch sind diese Fragmente noch enthalten. Ansonsten ist der Einfluss von außen in den Sprachgebrauch der Dominikanischen Republik eher gering, denn durch die Insellage erhielt es sich einen eigenständigen Charakter.
Was uns als Lerner des Standardspanisch – nämlich des Spanischen der Iberischen Halbinsel – verwirren wird, ist, dass die Dominikaner häufig Wortendungen comen, wörtlich essen, d.h. verschlucken, wie Sprachwissenschaftler es gerne ausdrücken. Vor allem das auslautende „s“ ist hiervon betroffen. Neben der Neigung zu Wortverkürzungen und Verschleifungen, tendieren die Dominikaner dazu, das „r“ an Wortenden und in Kombinationen mit einem Konsonanten wir ein „l“ auszusprechen. Neben zahlreichen Amerikanismen, die durch den Tourismus Einzug in die Sprache der Dominikanischen Republik erhalten haben, hat die Sprache viele Dominikanismen, d.h. spanische Wörter, die hier anders bezeichnet werden.
Wer also in der Dominikanischen Republik ein Praktikum absolvieren will, sollte spätestens bei Praktikumsbeginn einen Sprachkurs besuchen. Bedenken Sie, dass Sprachkenntnisse immer auch signalisieren, dass man sich für die Menschen und die fremde Kultur interessiert. Außerdem lernt man nicht selten viele nette Leute während eines Sprachkurses kennen, mit denen man dann auch Exkursionen und Ähnliches unternehmen kann. Eine Übersicht über verschiedene Sprachschulen findet sich in jedem guten Reiseführer oder auch ganz leicht im Internet.