Die Insel Hispaniola war ursprünglich von dem Stamm der Tainos eingenommen. Dieses Indianervolk nahm die kolumbianische Flotte bei ihrer Ankunft 1492 auf. Die Kolonialisten reduzierten die Bevölkerung der Tainos innerhalb von 50 Jahren auf die Hälfte. Um dennoch genügend Plantagenarbeiter zu haben, brachten die Spanier afrikanische Sklaven auf die Insel Hispaniola.
Erst im Jahr 1844 erhielt die Dominikanische Republik mithilfe des heutigen Nationalhelden Juan Pablo Duarte seine Unabhängigkeit. Aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der Bedrohung einer europäischen Intervention wurde das Land 1916 von den US-Amerikanern besetzt und ein Militärregime eingeführt.
Im Jahr 1930 vereinte Rafael L. Trujillo, ein bekannter Heeresführer, die gesamte politische Macht in seinen Händen. Es folgte eine Epoche geprägt durch politische Unterdrückung und zahlreiche Menschenrechtsverletzungen. Erst 1960 verhängte die Organisation Amerikanischer Staaten Sanktionen gegen die Dominikanische Republik und beendete somit die Regierungszeit Trujillos.
Nach weiteren militärischen Putschversuchen gelang es schließlich 1966 auf demokratischem Wege Balaguer, Mitglied der Reformpartei, zum Präsidenten zu wählen. Während der 80er Jahre führten die Präsidenten der Dominikanischen Revolutionspartei wirtschaftliche sowie politische Reformen durch, welche die Lage des Landes weitesgehend stabilisierten.